Mittwoch, 27. Oktober 2010

auf der anderen Seite..

Es hat echt Spass gemacht, die letzte ganze woche hab ich immer nachmittags in einer Schule English unterrichtet. 2 Stunden, 2 verschiedene Klassen. Mit manchen Klassen habe ich das Thema Gefuehle gemacht, 7 verschiedene Gefuehle sind genug neue Woerter fuer einen Tag: muede, verliebt, traurig, hungrig, wuetend, froehlich, krank. Ich hab die Gefuhele dargestellt, die Kinder haben lustig gefunden und schnell aufgefasst, welches Wort welches Gefuehl ausdrueckt. In einer anderen Stunde habe ich die Themen: Richtungen/Orientierungen, Familie gemacht..
Doch bevor der wirkliche Unterricht gestartet hat, wurde ich imer mit Fragen von den Kindern bombatiert: Wie gehts dir? Wieviele Menschen sind in deiner Familie? Wieviele Schwestern und Brueder hast du? Warum bist du nach Cambodia gekommen? Bist du verheiratet? Hast du einen Freund? Wie viele Jahreszeiten gibt es in deinem Land? und und und...
Es war lustig mal auf der anderen Seite zu stehen, Lehrerin zu sein, und den Kindern etwas bei zu bringen. und natuerlich gabs da die schuechternen, die besonders cleveren Kinder, die Lausbuben,... und ich fands interessant darauf zu reagiern und es zu schaffen die Aufmerksamkeit aller Kinder zu erlangen... ausserdem konnte ich mich selbst in dem einem oder anden Kind (Lausbuben) wiederfinden.
Die Kinder werden hier nach ihrem Koennen eingestuft. Zu Beginn des Jahres muessen sie einen Test machen, und danach werden sie eingestuft. So sind in den Klassen Kinder im Alter von 12 Jahren zusammen mit 19jaehrigen Maennern. Es war deutlich zu erkennen, dass es den Aelteren etwas unangenehm war in der selben Klasse zu siitzen mit den Kindern. Sie haben sich kein einziges Mal zu Wort gemeldet und haben in der letzten Reihe gesessen.

Gestern bin ich spontan aufd Nacht (17 - 19.30) mit JohnBrowan (Khmer Director des Projekts) zu 2 anderen Schulen gefahren, wo dieser English unterrichtet. Wahrscheinlich war ich und Katie (andere Volunteerin) die ersten Auslaender in die Schule/die Klassen besucht haben. Die SchuelerInnen waren sehr schuechtern, aber nach und nach wurde es richtig interessant, sich mit ihnen zu unterhalten. Die SchuelerInnen sind etwas aelter hier, so ergaben sich interessante Gespraechsthemen und deren English war auch ein bisschen besser.
Sehr interessant hinein zu gehen, die Schule, das System ein bisschen zu sehen, und mit zu bekommen wie Dinge hier laufen. English Buecher anzuschauen, SchuelerInnen, LehrerInnen beobachten, Klassenraueme anschaun...

So.. werd mir jetzt einen leckeren Salat machen.. (geniess es, dass wir hier einen Kuehlschrank haben und ich meine eigenen Sachen vom Markt kaufen kann)

LiebGruess, bis bald..
stephanie

Montag, 18. Oktober 2010

positive Veraenderung!

An meinen ersten Tage in Projekt is mir schnell aufgefallen, dass es da einige Probleme gibt: Das Team hat nicht wirklich, wie ein Team gewirkt. Wie zwie Partein, die teilweise hinterrucks ein bissl uebereinander laestern. ES war nicht klar wer der Chef ist, wer die Entscheidungen trifft, an wen ich mich wenden soll, oder was richtig und was falsch ist. Also habe ich mich recht unwohl gefuehlt in den ersten Tagen, alles hat einfach so unorganisiert, unkoordiniert gewirkt - Chaos ueberall. Ich hatte Schwierigkeiten damit klar zu kommen. Und es hat mich etwas traurig gemacht: Das Projekt selbst ist so eine gute Sache, aber die Art und Weise wie die Tage vor sich gingen, war mir einfach zu viel Chaos, ich wusste nicht woran ich mich orientieren sollten.
Ich habe stark ueberlegt das Projekt zu verlassen, weil ich einfach das Gefuehl hatte, ich moecht in denen ihre Probleme nicht mitreingezogen werden und vielleicht kann ich woanders mehr nuetzlich sein. Schliesslich habe ich all die Sachen, die in meinen Augen falsch liefen, bei der Managerin mit der Volunteer Coordinaterin angesprochen. Daraufhin gabs ein Meeting mit den Hauptamtlich-Arbeitenden wo einige Dinge besprochen wurden, die sich aendern sollten.. (Ich war nicht die einzige Volunteering, die darueber nachdachte, das Projekt zu verlassen, es herrschte eine etwas unmotivierte, frustierte Atmosphaere. Das ist nicht richtig, wir sollten doch alle super-begeistert sein und froehlich bei der Arbeit... aber naja, jeder konnte einfach die Troubles spueren, und war beeinflusst davon)

Ich habe meine Entscheidung das Projekt zu verlassen und ein anderes zu suchen geaendert.
Weil ich (in einem guten Gespraech mit einem Kollegen) wieder daran erinnert wurde, das ich nuetzlich bin, wenn ich Kinder zum Lachen bring, wenn ich ihnen ein neues Spiel beibring, woran sie Spass haben! Happiness is the most important thing about life! (=Froehlichkeit ist doch das Wichtigste im Leben)
Wir unterstuetzen die Kinder auch im English lernen und was auch immer sie brauchen..

-Ein Tag ohne ein Laecheln, ist ein verlorener Tag-

Ausserdem habe ich mir gedacht, wenn ich das Projekt, die Kids, meine Kollegen (die ich mag) jetzt verlasse und wo anders neuanfang, dann dauert es dort wieder eine Zeit, bis sich Gemeinschaften, Beziehungen und so bilden, und dann nach 2 Wochen ist meine Zeit in Cambodia um (Visa - nur 1 Monat).
Ich bleibe..und freu mich darueber diese Entscheidung getroffen zu haben.

Naechste Woche bin ich eingeteilt jeden Nachmittag in einer Schule English zu unterrichten. Die Schule hat zwar English Lehrer, die Qualitaet und die Aussprache deren English is jedoch nicht vergleichbar mit den in Oesterreich.
Bin schon gespannt, wie das wird... wie es sich anfuehlt in einer Klasse zu stehen und zu unterrichten. Bin ein bissl nervoes, aber freu mich auch drauf!

Mir gehts so richtig gut im Moment, nette Leute um mich. Kinder, mit denen ich lache! und wenn ich ausgehe aufd Nacht ist es interessant neue, interessante Menschen / Reisende zu treffen!

Gestern habe ich mit einer Khmer Frau (Cambodian, die kein English versteht und ich kein Cambodian) Karten gespielt und wir haben uns amuesiert und zusammen gelacht. -Guter, schoener Moment!-

Am Samstag war ich ziemlich stark krank. Musste mich einige Male uebergeben und habe mich einfach sehr elend gefuehlt. Hab schliesslich beschlossen einen Arzt aufzusuchen. ARzt = Medizin kostete mich 15 Dollar. Welcher Mann/Frau in Cambodia koennte 15 Dollar aufbringen. Fuer mich is das nicht viel Geld, aber fuer manche Cambodian Menschen is das ein halber Monatsverdienst!
....kein wunder das viele Leute noch nie in ihrem Leben beim Arzt waren..

Okay.. muss jetzt Schluss machen..
Die andern warten.. abgehts zum Markt, Fruechte und Gemuese fuer die kommende Woche kaufen!

Alles Liebe.. hoff euch gehts gut!
Stephanie
 

Tempelstaat, Betroffenheit, schlafende stressig Stadt

News von mir.. inzwischen hat sich so eingies getan!

Also die TEMPELSTAAT! Wir haben uns ja Fahrraeder ausgeborgt mit denen wir in der Frueh um 4.30 losradelten, ca. 30 min in der Dunkelheit (manche Strassen haben keine Beleuchtung und unsere Fahrraeder hatten auch kein Licht. Wir waren also zu Sonnenaufgang dort, war wirklich wunderscheon, ich glaub ich hab so cirka 30 Fotos vom selben Bild geschossen..wobei sich der Hintergrund immer ein bisschen veraenderte, heller wurde, wirklich traumhaft diese Riesentempeln in dem besonderem Licht.
Nach 5-6 Stunden hatten wir dann aber genug von den vielen Tempeln. Am besten gefiel mir der Tempeln mit der mit Bauemen verwachsen war.. muss unbedingt ein Foto davon hochladen, wenn ich nen PC find, wo ich meine SD-Card reinstecken kann.
Ich finds immer fasziminerend wie Menschen diese Tempel oder andere Gebaeude vor so vielen Jahren ohne Maschinen errichten konnten... beeindruckend!

Nach den 2 Tagen in Siem Reap gings nach Phnom Penh... dort haben wir uns viel mit der Geschichte Cambodias beschaeftigt. Sehr spannend, sehr -unbeschreiblich- wies soweit kam.Wir waren im S21, was glaub ich mit einem Konzentrationslager vergleichbar ist...schiach das alles zu sehn und zu wissen, "Ich war schon am Leben als das noch immer vor sich ging" und ich denk, das wir in Oesterreich, oder zumindest ich nichts von dem mitbekommen habe, was in Cambodia passiert, aber andererseits ueber den Vietnam Krieg wissen die meisten Menschen bescheid.
Die Menschen die das S21 ueberlebten kamen an einen anderen Ort genannt, "Killing Fields", wo sie, wie der Name schon sagt, nur noch Tage zu leben hatten, bevor sie ihr Ende in Massengraebern fanden.. Ich finde keine Worte fuer diese beiden Orte und die Brutalitaet und fuer die "Unmenschlichkeit der Menschen" Das soll jetzt nicht falsch rueber kommen, ich denke mir ich habe nicht das Recht jemanden zu verurteilen, ich habe nicht erlebt, was die Menschen erlebt haben, aber es is einfach so -ohne Worte- Wieso? Warum? Wie kann es soweit kommen? Zu viele Menschen die mit der Masse gehen und nicht aufschreien...wahrscheinlich viele die aus Furcht um ihr Leben so handelten. Sich vorzustellen im "eigenen Land" auf der Flucht zu sein..
Ich schreib einach gerade was in meinem Kopf so herumgeht, bin einfach ziemlich betroffen gewesen.
Ich hab dort auch einen Mann getroffen, der ca. 5 Jahre alt war, wenn die "Khmer Rouge" mit ihren Aktionen startetet. Das Ziel der Khmer Rouge war Gleichheit im Land zu schaffen, sie wollten alle Doktoren, Priester, oder Zu-Intelligenten Menschen vernichten. Menschen, die in ihren Augen zu viel hinterfragten; alle Menschen sollten auf einer Ebene sein.
Vielleicht war die Situation der Menschen vergleichbar mit dem Leben waehrend/zu Beginn des 2.
Weltkriegs....nur das es erste ein paar Jahre her ist. Hm..

Schlafende Staat...in der Ueberschrift, weil ja grad Hollidays/Feiertage waren, waehrend wir in Phnom Penh waren, und die meisten Menschen haben ihre Shops geschlossen, ihre Tuk Tuks am Strassenrand abgestellt und sind zu einem Tempel zu gefahren um Spenden zu den Moechen zu bringen.
Naja.. war etwas seltsam die Hauptsatdt so ruhig so zu erleben..

Mehr su lesen..gibts in ner Stunde!
Bussi

Donnerstag, 7. Oktober 2010

Cambodian Childrens Painting Project

HEY!
Am Samstag haben bin ich nach einem wiedermal sehr anstrengendem und langen Bustrip (19 Stunden) in Sihanouke ville angekommen. Ausgestiegen aus dem Sitting-Bus und eine Schar an Tuk Tuk - Fahrern und Mopedfahrern um mich, die versuchen mich fuer fuer eine Fahrt auf/in ihrem Gefaehrt zu ergattern.. es kam mir ein bisschen wie eine 'Verkehrte Versteigerung' vor.. ich hab zu den Fahrern gesagt "Wer ist der billigste von euch?" und die Preise gingen schnell von 3 Dollar runter auf 1 Dollar... so kam ich zu einer guenstigen Tuk-Tuk Fahrt (= ein Moped mit einem 4-Sitzer Wagerl dran).

Was ein bisschen komisch ist hier in Cambodia (=Kambotscha), dass alles in Dollar gerechnet angegeben ist.. und manchmal dann wieder in der Cambodia Waehrung 'Real'. Das ist etwas muehsam staendig mit drei verschiedenen Waehrungen zu tun zu haben, aber mittlerweile gehts schon.

Das Projekt..!
geoeffnet ist das Zentrum immer Dienstag bis Sonntag, von 8-12 und 14-17 uhr und sonntags nur vormittags. Tagesablauf gestaltet sich normalerweise wie folgt> In der Frueh ist Zeichnen, Malen angesagt; danach English und dann haben die Kinder Mittagessen im Zentrum, bevor sie nach Hause gehen. Beim Mittagessen schalgen immer alle maechtig zu..sie koennen sich nachholen, bis alles weg gegessen ist.
Am Nachmittag duerfen die Kinder ihre Bilder fertig malen, wenn sie wollen. Ansonsten werden Spiele gespielt.
Im Moment herrscht etwas Chaos im Projekt, weil die Kinder gerade noch Holliday hatten, und deshalb umso mehr Kinder ins Zentrum kamen, ungefaehr 100.
Naechste Woche beginnt die Schule und so musste fuer jedens Kind eine Schuluniform, Buecher und Schulsachen besorgt werden, weil deren Eltern das Geld dafuer nicht aufbringen wollen oder koennen.

Die Organisation hat einen Deal/Vertrag abgeschlossen mit den meisten Eltern: Die Kinder koennen ins Zentrum kommen, bekommen Essen und alles was sie fuer die Schule benoetigen, dafuer duerfen die Eltern die Kinder nicht zur Arbeit schicken (z.B.: Schmuck am Strand verkaufen etc.)

Mir gehts gut hier, die Kinder sind natuerlich voll lieb. Sehr zugaenglich, fast ein bisschen zu sehr, wenn ich daran denke, dass sie mich gleich am ersten Tag umarmt und so weiter haben.. Hoffentlich machen sie das nicht bei jedem Fremden..
(Bei der Ortseinfahrt nach Sihanouke ville war ein grosses Plakat, wo drauf stand Child Safety (=Sicherheit fuer Kinder) und deren Telefonnummer, weil es in der Gegend viel Kinderprostitution geben soll)

Am Sonntag gings also los fuer mich.. Sonntag ist immer Ausflug-Tag, also waren wir am Vormittag mit dem grossen Gelaende wagen (ca. 30 Kinder pro Fuhr darauf sitzend) am Strand baden und am Nachmittag sind wir dann Inline-Skate in einer Halle gewesen. War echt ein riesen Spass mit den Kids.

Am Abend sind wir -das ganze Team (bestehend aus 1 Canadierin, 1Australierin, 2 USA, 2 England) Essen gegangen: Fisch Barbeque, sehr lecker!! Es arbeiten auch Menschen aus Cambodia (genannt: Khmer) bei der Organisation, aber die waren leider nicht dabei.. sind bei ihren Familien wohnen nicht im selben Haus, wie ich grad.
Naechste woche wird wahrscheinlich auch noch ein anderes Maedchen aus Australia volunteern kommen, die wird dann mit mir im Zimmer schalfen, ich bin schon gespannt sie kennen zu lernen.

Nach Dienstag und Mittwoch arbeiten hat der Staat 5 Tage Urlaub fuer alle NGOs oder so angeordet (versteh ich nicht ganz), und so haben wir jetzt schon wieder frei.. gemeinsam mit einer Canadierin nutzen wir die Tage und sind mit gestern Abend mit dem Nachtbus nach Siem Reap gefahren, hier gibts die beruehmtesten Temples auf der Welt. Die werden wir uns morgen anschauen. Besondern schoen sollen sie in der Frueh bei Sonnenaufgang sein, also werden wir uns Fahrraeder ausborgen und morgen freuh um 4:30 dort hinfahren..
Bin schon gespannt!

Tut mir leid.. wenn meine Schreiberei diesmal vielleicht etwas verwirrend ist. Ich hab seit einer Woche nicht wirklich mehr deutsch gesprochen..und jetzt ist es etwas komisch in Deutsch zu schreiben, weil ich schon teilweise in English zu denken begonnen hab! Schmunzel

alles liebe.
bis bald, Stephanie

Freitag, 1. Oktober 2010

Abschied Vietnam - Auf geht's nach Cambodia!

In ein paar Stunden ist Klaus wieder in Oesterreich und ich in Kambotscha.
Gestern Abend ist Klaus aufgebrochen.. der Abschied war fuer uns beide nicht so leicht..und fuer mich anfangs irgendwie ein komisches Gefuehl aufeinmal allein zu sein..
Aber in so einer grossen Stadt wie Ho Chi Minh bin ich doch eigentlich wieder ueberhaupt nicht allein..
Waehrend ich auf der Suche war, wie ich wohl am besten nach Sihanouk ville (Kambotscha) komm, hab ich zwei Maedls getroffen, wie auch mit uns die Tour am Mekong Delta gemacht haben. Gemeinsam mit den zwei Hebammen war ich noch etwas Trinken und plaudern und nach dem ich mich von den beiden verabschiedet habe, bin ich noch auf den Neuseelaender Ruben gestossen, den wir in Ninh Binh kennen gelernt hatten. ...also man/frau/ich treff immer wieder auf bekannte Gesichter.

ABSCHIED VIETNAM..ein paar Gedanken/Eindruecke.

Vietnamesen wirken sehr stolz. Anders als in Indien haben wir hier nur in Ho Chi Minh City wenige Bettler getroffen..in den anderen Staedten gar nicht. Alle versuchen irgendetwas zu verkaufen, seis Taschentuecher, Zigaretten, kopierte Buecher etc. Sie leben ihr Leben mit den Moeglichkeiten die sie haben und verlieren dabei nicht ihren Stolz und verkaufen sich nicht unter ihrem Wert.
Ich finde es bewundernswert, wie eine Frau den ganzen Tag mit einem schweren Stapel Buecher herumlaueft in der Hoffung eines davon zu verkaufen. Das ist harte Arbeit, vor allem die Motivation und das Durchhaltevermoegen nicht zu verlieren.
Oder die Menschen am Markt. Es gibt keinen fixen Preis fuer Dinge, genauso wie ein/e Verkaeufer/in keinen fixen Gehalt bekommt. Manchmal empfind ich es als anstrengend um den Preis zu verhandeln und nervig das es keinen Fixpreis gibt. Aber eigentlich ist es doch ganz klar, dass die VeraeuferInnen versuchen die Dinge um moeglichst gutes Geld loszubringen, denn dieses Geld ist ihr taeglich Brot,...
Genauso hab ich nicht das Gefuehl, dass die Sexarbeiterinnen sich waehrend ihrer Arbeit denken, sie wuerden sich unter ihrem Wert verkaufen. Es ist ihr Job. Es ist ihr Leben.

... ... ...

Heute Nacht gehts mit dem Nachtbus nach Kambotscha.
Ich habe ein interessantes Projekt gefunden, wo ich voraussichtlich fuer ein Monat freiwillig arbeiten werde. "Cambodia Childrens Painting Project'. Ein Haus fuer Kinder das von Dienstag bis Sonntag geoeffnet ist. Kindern haben dort die Moeglichkeit, ihre Vergangenheit, ihre Erlebnisse, Erfahrungen, Gedanken ueber das Malen zu verarbeiten. Die meisten Kinder sind Strassenkinder oder aus aermeren Familien stammend und zwischen 4 und 19 Jahren alt. Ausserdem werden die Kinder finaniell unterstuett so dass sie die Moeglichkeit haben in die Schule zu gehen. Verschiedenstes Sport, Kreativ und Kulurprogramm steht ihnen zur Verfuegung und die Freiheit sich zu entscheiden, wann sie wo mit dabei sein wollen..
Mehr werde ich dann denke ich morgen Nachmittag erfahren, wenn mich die Leiterin des Projekts vom Busbahnhof abholt.
Ich freu mich schon darauf..auf die Moeglichkeit dort mitzuarbeiten, zu unterstuetzen und zu lernen..und gespannt was mich erwartet/auf mich zu kommt!

Alles Liebe.. bis bald..
Stephanie

viel Sand, viel Meer, viele Mopeds

Hey!
Wieder eine Woche ist vergangen... nach ein paar schoenen Strandtagen und einem Ausflug mit dem Moped zu den Sandduenen in der Naehe von Mui Ne sind wir dann in der grossten Stadt Vietnams angekommen. Die Sandduenen in den verschiedenen Farben, rot, gelb, weiss waren echt faszinierend. Klaus und ich waren so 'klug' und sind genau um die Mittagszeit dorthin.. so haben wir ein bisschen das Gefuehl gehabt, wir befinden uns in der Wueste, trocken, leichter Wind und Hitze, Hitze. Hitze!

In Ho Chi Minh City (ehemals Saigon) kamen wir dann abends an. Interessante Stadt (10 Millionen Einwohner), ganz anders als Hanoi. Nach dem wir uns ein Zimmer gesucht haben..sind wir dann noch lecker indisch essen gegangen, mittlerweile das 4. Mal. Das indische Essen hat es uns einfach angetan :-) gut gewurzt und scharf und vor allem eine Abwechslung zum vietnamesischen Essen, das irgendwie ueberall fast gleich schmeckt und ohne Soja oder Chili Sauce etwas fad schmeck nach unsrem Geschmack..

Am ersten Tag in Ho Chi Minh haben wir mal die Stadt erkundet.. und unter anderem auch das Kriegsrestmuseum besucht. Dieses hat mich/uns sehr betroffen gemacht. Gezeigt werden dort die verschiedensten Foltermethoden, die die Amerikaner an den Vietnamesen angewendet haben..Fotos und Bilder kann man sehen und Kaefige (1m x 0,75m x 1,4m) in denen 5 Menschen eingesperrt wurden, einfach unvorstellbar grausam..
Wie Menschen zu den schlimmsten Dingen faehig sind, wenn sie sich der Verantwortung ihres Handelns entziehen..!?
...ich kann keine Worte dafuer finden...

Am naechsten Tag haben wir eine Tour u den Cu Chi Tunnels gemacht..wo gezeigt wird, wie sich die Vietnamesen waehrend des Kriegs verhalten haben, deren Foltermethoden gegenueber den Amerikanern. Der Unterschied zwischen den Amerikanern und den Vietnamesen besteht meiner Meinung nicht darin, dass die einen mehr oder weniger grausam gehandelt haben, sondern nur dass die Amerikaner die Reichern und die entwickelteren WAffen hatten (z.B. Agent Orange - Chemikalin, mit welchen sie viele Leben, Natur und Menschen zerstoerten, und Boeden bis heute unfruchtbar machten) waren/sind.
Die Vietnamesen haben sich waehrend des Kriegs teils in selbst gebauten kilometerlangen Tunnels tagsueber versteckt.. Wir durften auch in einen Tunnel hingehen und wahrnehmen, wie das ist. Die Tunnels sind sehr schmal, beim durchgehen stoesst man immer wieder an den Waenden an. Man kann auch eigentlich nicht durchgehen, es ist eher mehr ein kriechen weil sie so niedrig sind, so 1,30m hoch. Kein Licht in den Tunnels, unvorstellbar wie die Menschen es dort so lange ausgehalten haben..uns hat es schon nach 100m gereicht.
Welches Durchhaltevermoegen diese Menschen hatten und welchen Lebenswillen um diese Verhaeltnisse zu ertragen...
Was uns an der Tour nicht gefallen hat, dass alles mehr so auf Attraktion ausgelegt war. Zum Beispiel gabs die Moeglichkeiten auf Panzern zu sitzen und mit Kriegsgewehren zu schiessen.. es wurde eben mehr in Richtung kleiner ActionFunPark praesentiert,obwohl es sich um meines Erachtens um eine sehr ernste "Sache", um Krieg handelte. Wir empfanden es als etwas unpassend, diese Darstellungsweise..andere hatten ihren Spass dabei.

Am Tag drauf haben wir dann eine 2-TagesTour ins MekongDelta unternommen. Dort gibts viele Wasserkanaele, die wir mit verschieden grossen Booten durchquerten und dabei mehrere Stops machten, wie zum Beispiele bei einer kleinen Kokos-Zuckerl Fabrik. Es war interessant die Herstellung dieser Zuckerls, die es in den verschiedenen Geschmackrichtungen zu kaufen gibt, zu sehen. Klaus hat sich gleich mit Zuckerln der Sorte Kokos+Erdnuss eingedeckt. Vielleicht gibt er euch ja eines ab davon..wenn er nicht alle waehrend des nach Hause Flugs auf isst ;-)
Uebernachtet haben wir wieder bei einer Familie, gemeinsam mit 7 anderen Reisenden (5 Deutsche, 2 Hollaender). Das war voll nett, eine angenehme interessante Runde. Geschlafen haben wir immer je 2 Personen in einer kleinen Huette mit Mosquito Netz natuerlich, da wir uns ja direkt am Flussrand befanden.
Tagwache war dann schon um 5:30 weil wir unbedingt moeglichst frueh am Floating Market (Schwimmender Markt, Verkauf von Boot zu Boot) sein wollten, weil er vor 8.00 laut Reisefuehrer am interessantesten sein soll. Also um 6.00 uhr Fruehstueck und danach aufs Boot Richtung Markt. Viele Boote, Viele Fruechte und Gemuese das verkauft wird und Vietnames die am Boot leben und ihre Waesche waschen, gerade Zaehne putzen und viel mehr..
Abgesetzt hat uns unser Hausherr dann am lokalen Markt am Festland, wo wir eine Stunde Zeit hatten, durchzuschlendern, koestliche Fruechte zu kaufen oder wiedereinmal einen seltsamaussehenden Strassensnack zu kosten.

...das waren einmal die letzten Tage..
...wies weitergeht erfaehrt ihr im naechsten Eintrag..

Liebe Gruesse.. ich hoff euch gehts gut!
Stephi (+Klaus, der jetzt grad im Flugzeug sitzt)