Hey!
Wieder eine Woche ist vergangen... nach ein paar schoenen Strandtagen und einem Ausflug mit dem Moped zu den Sandduenen in der Naehe von Mui Ne sind wir dann in der grossten Stadt Vietnams angekommen. Die Sandduenen in den verschiedenen Farben, rot, gelb, weiss waren echt faszinierend. Klaus und ich waren so 'klug' und sind genau um die Mittagszeit dorthin.. so haben wir ein bisschen das Gefuehl gehabt, wir befinden uns in der Wueste, trocken, leichter Wind und Hitze, Hitze. Hitze!
In Ho Chi Minh City (ehemals Saigon) kamen wir dann abends an. Interessante Stadt (10 Millionen Einwohner), ganz anders als Hanoi. Nach dem wir uns ein Zimmer gesucht haben..sind wir dann noch lecker indisch essen gegangen, mittlerweile das 4. Mal. Das indische Essen hat es uns einfach angetan :-) gut gewurzt und scharf und vor allem eine Abwechslung zum vietnamesischen Essen, das irgendwie ueberall fast gleich schmeckt und ohne Soja oder Chili Sauce etwas fad schmeck nach unsrem Geschmack..
Am ersten Tag in Ho Chi Minh haben wir mal die Stadt erkundet.. und unter anderem auch das Kriegsrestmuseum besucht. Dieses hat mich/uns sehr betroffen gemacht. Gezeigt werden dort die verschiedensten Foltermethoden, die die Amerikaner an den Vietnamesen angewendet haben..Fotos und Bilder kann man sehen und Kaefige (1m x 0,75m x 1,4m) in denen 5 Menschen eingesperrt wurden, einfach unvorstellbar grausam..
Wie Menschen zu den schlimmsten Dingen faehig sind, wenn sie sich der Verantwortung ihres Handelns entziehen..!?
...ich kann keine Worte dafuer finden...
Am naechsten Tag haben wir eine Tour u den Cu Chi Tunnels gemacht..wo gezeigt wird, wie sich die Vietnamesen waehrend des Kriegs verhalten haben, deren Foltermethoden gegenueber den Amerikanern. Der Unterschied zwischen den Amerikanern und den Vietnamesen besteht meiner Meinung nicht darin, dass die einen mehr oder weniger grausam gehandelt haben, sondern nur dass die Amerikaner die Reichern und die entwickelteren WAffen hatten (z.B. Agent Orange - Chemikalin, mit welchen sie viele Leben, Natur und Menschen zerstoerten, und Boeden bis heute unfruchtbar machten) waren/sind.
Die Vietnamesen haben sich waehrend des Kriegs teils in selbst gebauten kilometerlangen Tunnels tagsueber versteckt.. Wir durften auch in einen Tunnel hingehen und wahrnehmen, wie das ist. Die Tunnels sind sehr schmal, beim durchgehen stoesst man immer wieder an den Waenden an. Man kann auch eigentlich nicht durchgehen, es ist eher mehr ein kriechen weil sie so niedrig sind, so 1,30m hoch. Kein Licht in den Tunnels, unvorstellbar wie die Menschen es dort so lange ausgehalten haben..uns hat es schon nach 100m gereicht.
Welches Durchhaltevermoegen diese Menschen hatten und welchen Lebenswillen um diese Verhaeltnisse zu ertragen...
Was uns an der Tour nicht gefallen hat, dass alles mehr so auf Attraktion ausgelegt war. Zum Beispiel gabs die Moeglichkeiten auf Panzern zu sitzen und mit Kriegsgewehren zu schiessen.. es wurde eben mehr in Richtung kleiner ActionFunPark praesentiert,obwohl es sich um meines Erachtens um eine sehr ernste "Sache", um Krieg handelte. Wir empfanden es als etwas unpassend, diese Darstellungsweise..andere hatten ihren Spass dabei.
Am Tag drauf haben wir dann eine 2-TagesTour ins MekongDelta unternommen. Dort gibts viele Wasserkanaele, die wir mit verschieden grossen Booten durchquerten und dabei mehrere Stops machten, wie zum Beispiele bei einer kleinen Kokos-Zuckerl Fabrik. Es war interessant die Herstellung dieser Zuckerls, die es in den verschiedenen Geschmackrichtungen zu kaufen gibt, zu sehen. Klaus hat sich gleich mit Zuckerln der Sorte Kokos+Erdnuss eingedeckt. Vielleicht gibt er euch ja eines ab davon..wenn er nicht alle waehrend des nach Hause Flugs auf isst ;-)
Uebernachtet haben wir wieder bei einer Familie, gemeinsam mit 7 anderen Reisenden (5 Deutsche, 2 Hollaender). Das war voll nett, eine angenehme interessante Runde. Geschlafen haben wir immer je 2 Personen in einer kleinen Huette mit Mosquito Netz natuerlich, da wir uns ja direkt am Flussrand befanden.
Tagwache war dann schon um 5:30 weil wir unbedingt moeglichst frueh am Floating Market (Schwimmender Markt, Verkauf von Boot zu Boot) sein wollten, weil er vor 8.00 laut Reisefuehrer am interessantesten sein soll. Also um 6.00 uhr Fruehstueck und danach aufs Boot Richtung Markt. Viele Boote, Viele Fruechte und Gemuese das verkauft wird und Vietnames die am Boot leben und ihre Waesche waschen, gerade Zaehne putzen und viel mehr..
Abgesetzt hat uns unser Hausherr dann am lokalen Markt am Festland, wo wir eine Stunde Zeit hatten, durchzuschlendern, koestliche Fruechte zu kaufen oder wiedereinmal einen seltsamaussehenden Strassensnack zu kosten.
...das waren einmal die letzten Tage..
...wies weitergeht erfaehrt ihr im naechsten Eintrag..
Liebe Gruesse.. ich hoff euch gehts gut!
Stephi (+Klaus, der jetzt grad im Flugzeug sitzt)
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