Mittwoch, 24. November 2010

Wegbegleiter..

Auf der Straße einen Mini-Bus gestoppt, und schon gings nach Luang Prabang..einige Stunden. Beim Mittags-zwischenstopp konnte ich mit dem Straßen-Restaurant Besitzer ein paar Worte wechseln..das war voll nett! Er hat sich total gefreut, das ich ein paar Worte Lao sprech!

In Luang Prabang scheinen alle Preise ziemlich in die Höhe gestiegen zu sein, beim ersten Hotel, wo ich nach einem Zimmer gefragt habe, hieß es es kostet 22. ja, passt das nehm ich, 22 000 kip  = 2,2 €. Im nächsten Moment hat sich jedoch herausgestellt, das die 22 Dollar meinte.. na puh! Arg teuer.. ich bin weitergegangen.. und hab nach einiger Zeit ein reisendes Mädl gefragt, ob sie vielleicht ein billiges Hotel kennt. Glücklicher Zufall, sie liegt für 2 € die Nacht in einem 3-Betten Zimmer allein..und sie meint, ich könnte mir mit ihr das Zimmer teilen. Ideal! Billig, sehr hübsch und sauber...!
Abends hab ich mich dann mit Chloe getroffen..hatten uns über Facebook einen Treffpunkt ausgemacht..und uns rießig gefreut einander wieder zu sehen..
Am nächsten Tag sind wir, das Mädl mit dem ich im Zimmer war (eine Deutsche) und ein paar Bekannte von der, also zu 10t mit einem kleinen PickUp zu den Wasserfällen gefahren und in den Jungel.. dort konnten wir im Wasser plantschen, von einem Baum mit einer Liane ins Wasser fallen lassen und einfach den sonnigen Tag mit netten Leuten genießen! Am späten Nachmittag fuhren wir dann wieder zurück..und schlenderten so durch den Nightmarket (soviele tolle Sachen zu kaufen, ein Frauenparadies: Schmuck, Taschen, Kleider,..) 
Am Ende des Nightmarkets, es war 1 Minute vor sieben, rief auf einmal jemand meinen Namen. Es war Tami (liebe FH Kollegin).. ich wusste das sie auch gerade in Südostasien und ungefähr den gleichen Ländern wie ich ist und habe geahnt, dass sie auch gerade in Laos sein müsste..deshalb hab ich ihr ein paar Tage vorher geschrieben, dass ich gerade in Luang Prabang bin, sie hat mir geantwortet, sie ist auch hier und wird am 7 beim Marktende auf mich warten. Jedoch hab ich die Antwort nicht gelesen.. und trotzdem zufällig zur selben Zeit am selben Ort. Was für eine Freude!
Gemeinsam sind wir gleich Essen gegangen, auf die FoodStreet (Essen-Straße) > lauter Stände neben einander mit verschiedenen köstlich aussehenden Gerichten, wobei du dir so viel du willst auf e inen Teller schaufeln kannst und für den einen Teller dann 1€ bezahlst..jammi!! 

So sind wir dann die nächsten 3 Tage zu viert weitergezogen ( Chloe,Tami, Tami's Freund und ich)..! nach Nong Khiaw..dort haben wir zwei wundervoll entspannende Tage verbracht. 1. Tag Fahrrad ausgeborgt, zu einer Höhle gefahren, durch die nächsten Dörfer, in einem Bach geplanscht..und es genossen nach dem touristischen Luang Prabang recht abgeschieden zu sein.. Gegessen haben wir hauptsächlich beim Inder..indisches Essen ist und bleibt mein Favourit!
Am 2. Tag sind wir dann Tuben gegangen, wir haben uns große Reifen ausgeborgt und uns mit einem Motorboot flussaufwärts führen lassen, dort haben wir uns dann in die Reifen gesetzt und treiben lassen.. sehr gemütlich, fast ein bisschen zu gemütlich!.. kaltes Wasser, warme Sonne, blauer Himmel >> Perfekto!


Bis wir uns wieder trennten.. Chloe und ich uns weiter auf den Weg Richtung Hanoi machten und Tami und Flo Richtung Süden Laos.
Wann, wo, wie werden wir wohl einen Bus nach Sam Neua (Stadt Nähe Vietnam Grenze)?? Jede Person die wir fragten, sagte uns etwas anderes.. was sollen wir glauben. Worin sie sich einig waren, dass wir den Bus auf der Straße stoppen müssen und er nicht zur Bushaltestelle kommt. Als wir unseren Inder fragten, bei dem wir auch unser letztes gemeinsames Essen hatten, meinte dieser: Setzt euch hin, esst was, ich kümmer mich drum. Wir stellen eure Rucksäcke neben die Straße und der Bus wird sie sehen und anhalten. Wir waren erleichtert, das uns jemand seine vertraunswürdige Hilfe anbat. Und schließlich nach Schluss aller Geschäfte und Restaurants um 22.00Uhr hat der Inder noch mit uns gewartet bis 22.30 Uhr, als der Bus endlich kam. Dieser war jedoch schon überbelegt..also nahmen wir auf dem Boden auf Reissäcken Platz, was eigentlich recht gemütlich war. Nach mehr als 12 Stunden, hauptsächlich Serbendienen Straßen rauf und runter..kamen wir in Sam Neua an. >> Unser letzter Tag in Laos.
Diesen verbrachten wir auf einem Moped. Ich gab meinen Pass her und sie gaben uns das Moped. Viel funktionierte nicht mehr..die Blinker kaputt, die Hupe, der Tacho..und mein Helm war auch kaputt, ich musste auf passen das er beim Fahren nicht davon flog; aber das wichtigste, Gas und Bremse waren noch funktionstüchtig. Halbautomatik-Moped, mit der Zehenspitze wird nach oben geschalten mit der Ferse nach unten, leider war mein Fuss nicht groß genug um beiden gleichzeitig zu berühren.. aber kein Problem.. wir genossen es die kurvigen Straßen hinauf und hinunter durch die wunderschöne Landschaft zu fahren.. bin hin zu den "Hot Springs" (heiße Quellen). Wir erwarteten uns, diese in Natur zu sehen, jedoch als wir ankamen und 10 Cent Eintritt zahlten, begann der Mann uns eine Badewanne mit dem Hot Spring Wasser zu fühlen.. doch darauf waren wir nicht vorbereitet und hatten auch grad keine lust.. aber amüsierten uns darüber.. schmunzl!

Morgen früh gehts zurück nach Hanoi..wenn alles gut geht (über den Grenzübergang haben wir nur seltsame teils ungute Geschichten gehört - aber keine Sorge wir packen das!!) kommen wir dann abends in Hanoi an..
Bis bald.. bin ja in ca. 3 Tagen wieder zuhaus..

Montag, 22. November 2010

Gehts noch reicher als reich? JA!


Ich habe die letzter wohe in einem Dorf verbracht, ganz fern von jeglichem tourismus. So wie die Menschen hier habe auch ich in einer Bamboo Huette bei einer Familie uebernachtet. Ich habe mit ihnen gegessen, gearbeitet, gelacht, gekocht,……..

Sind die Menschen arm hier?
Nein. Die Menschen HABEN nicht viel (Elektro Geraete in der Kueche: 1 Wasserkocher, 1 Kuehlschrank). Die Bamboo- Huette in der hier alles stattfindet, -schlafen, essen, kochen, spielen, tanzen, fernsehn, diskutieren,…..
Aber die Menschen SIND reich. Das Leben, das Land, alles wirkt so friedlich und einfach. Jeder ist freundlich zueinander. Und gibts mal kleine Probleme so werden die untereinander ausgemacht und damit passta, weiter gehts ohen nachtragend zu sein.
Geholfen wird einander ohne Gegenleistung zu erwarten. Die Haeuser sind offen, Leute kommen und gehen. Vertrauen herrscht ineinander.

Waehrend dieser Woche habe ich mich so owhl gefuehlt. Ich habe ganz viele Leute kennengelernt und Freunde gewonnen und vor allem eine Familie…..ein weiteres Zuhause, wo ich weiss ich werde immer willkommen sein. Das tut gut.
Vom ersten Tag an haben sie mich Teil ihrer Gemeinschaft sein lassen und ich war gern dabei. Ich habe mitgeholfen beim Kochen und auch beim Reis ernten mit der Sichel...
Ich war einen Nachmittag in der Schule und habe den Lehrer beim English---Unterricht unterstuetzt. Der Lehrer ist einer der vielleicht 5 Personen in dem Dorf, die ein bisschen English sprechen.
Wenn wir/ich auf neue Leute gestossen bin, hat meistens Alec (der Mann aus Urugway) so gut er konnte uebersetzt. Meistens haben die Leute des Dorfs gefragt, wer ich bin, ob ich Alecs Frau bin, wie alt ich bin. Und dann gings einige Male weiter mit, wieviele Buffalos sie meinen Eltern fuer mich geben wuerden (sie haetten mich gern an einen Laoten verheiratet, schmunzel). Hoechstangebot lag bie 5 Buffalos, ein paar Schweine und Huehner, wer kann da mithalten? schmunzl ; )

Dann waren wir einmal bei einer buddhistischen Zeremonie fuer eine Frau, die heil und gesund wieder aus dem Krankenhaus zurueck gekommen ist.. war sehr interessant zu beobachten. Viele Menschen waren da, nach der Zeremonie hat jeder mehrer weisse Baender bekommen und eines davon der Frau umgebunden und die weiteren jemand anderem, als Zeichen fuer “Alles gute Wuenschen”. Voll nette Tradition. Danach gabs fuer alle etwas zu essen. Zuerst bekam jeder ein Stueck Schweinehaut mit minimal Fleisch dran. Mir hat ehrlich gesagt ein bisschen gegraust, und ich hab nicht so recht gewusst, wie ich das anbeissen soll….. oder wohin damit. Wollt aber nicht unfreundlich sein..also hab ichs versucht..und dann bei seite gelegt. Naja.. Ansonsten gabs dann leckere Kraeuter –Gemuese Suppe und gehackeltes Schweinefleisch + natuerlich leckere hausgemachte ChiliSauce. Die Laoten haben mal wieder gestaut, wie ich, das fremde Maedchen Chili Essen kann. Das hat ihnen gefallen.. Laoten: “Same Lao People” (= genauso wie Menschen von Laos)
Genauso war es auch beim Arbeiten am Reisfeld, Bueschel fuer Bueschl abschneiden..sie haben sich gefreut, das ich mit ihnen bin.. und ich hab mich ebenfalls sehr wohl gefuehlt.. zu Mittag wurden gemeinsam interessante Sachen gegessen und dann gings wieder weiter.
Nach der Arbeit einen Sprung in den Fluss, gleich hinterm Haus, herrlich.

An meinem letzten Vormittag haben wir dann noch kurz bei einem Begraebnis vorbeigeschaut. Die naeheren maennlichen Verwandten bekommen zu diesem Anlass eine Glatze rassiert und einige Maenner versammeln sich, wie auch bei der Geburt eines Babies, 10 Tage zum Kartenspielen. Auch die Frauen sitzen zusammen. Nette Atmosphaere und ein besseres Gefuhl nicht allein zu sein. Ich habe ihnen auch noch ein Spiel beigebracht : Kartenblasen, und alle hatten super viel Spass daran..das hat mich gefreut!

Der Abschied fiel mir dann gar nicht leicht.. abends wurde fuer mich auch eine kleine AllesGute Zeremonie gemacht, voll schoen. “Don’t forget us” und “Come again” (=Vergiss uns nicht und komm bald wieder) hiess es dann.. und das koennen sie sich sicher sein, vergessen werd ich sie nicht..und wieder kommen wuensch ich mir stark.

Warum ich mich so reich fuehl.. weil es mir einfach so gut geht. Ich habe so viele liebe Menschen getroffen. Ich fuehl mich stark und gut in mir selbst. Ich  wurde so viel wertgeschaetzt in dem was ich bin..und ich durfte so viele neue Dinge sehn, erfahren, probiern.. und und und.
Manchmal hab ich mich in dem Dorf wie ein kleines Kind gefuehlt, das die ersten schritte tut in einer neuen Welt..und mit dem sich so viele Menschen freuen. DANKE

So gehe ich nun weiter auf Reisen .. Richtung Luang Prabang, wo ich wenn alles hinhaut auf Chloe treffen werde, mit der ich gemeinsam im Projekt gearbeitet habe. Freu.

Dienstag, 9. November 2010

Laos - hier koennt ich bleiben...

Hallo.
Bin seit mittlerweile einer Woche in Laos. Begonnen hat mein Trip auf einer Insel der 4000 Islands, genannt Don Det, auf dem Mekong River (Fluss). Eine huebsche, kleine Insel, die man mit dem Fahrrad ganz gemuetlich umfahren kann, genau das hab ich auch gemacht. Gemeinsam mit Laura (Italien, 27J.) und Ana (Spanien, 38J.), die ich beide im Bus von Cambodia nach Laos kennengelernt habe, haben wir uns Raeer ausgeborgt und es genossen durch die gruene Insel, den Jungle, kleine Doerfer zu fahren. Ana und ich haben dann auf einer anderen Insel, (eine Bruecke verbindet Don Det mit Don Khon) ein Boot + Bootsmann gemietet der uns zu einer Stelle auf dem Fluss gebracht hat, wo wir Delphine beobachten konnten, wie sie hin und wieder an der Wasseroberflaeche auftauchten.
Danach sind wir weiter gefahren, zu einem der groessten Wasserfaelle in Asien (gemaessen an der Wassermasse).. WOW, gigantisch! Und die Musik die das Wasser, das ueber die Steine/Felsen hinunterstuerzt, macht.. faszinierned!

 >>Bild: Mekong River (Fluss) mit 4000Inseln
Es is so nett in Laos, wie hier Touristen/Reisende zusammen mit Laoten (einheimische) leben, in Vietnam war dies viel getrennter voneinander. Wir haben in einem Bungalow (Haus aus Holz und getrocknete Reisplanze) geschlafen. Die Besitzer der Bungalows (nur 2 Bungalows verfuegbar) ist eine Familie, die auch ein nettes Restaurant haben. Voll lieb die Familie.

Lustiges Erlebnis: Abends sind Laura und ich unterm Mosquito Netz gelegen und auf dem Netz aussen ist ein dicker Kaefer (eine Kakerlacke glaub ich) gesessen. Ich hab mir gedacht, 'Ach egal, ist es aussen' aber Laura hat das nicht getaugt, also ist sie hinausgegangen hat den Besitzer geholt und es ihm gezeigt. Dieser hat das Tier mit den Haenden geschnappt und gesagt: "Good for eating" (= Leckeres Essen)
hihi hihi

Grundsaetzlich sind hier alle Menschen voll nett.. hatte nicht eine einzige irgendwie negative Erfahrung bis jetzt. Menschen sprechen mich an auf der Strasse, oder einer laechelt dem anderen zu und der andere laechelt zurueck. (...das muss ich mal in Oesterreich ausprobiern ;-))
sorry, ich moecht Laos oder Oesterreich nicht miteinander vergleichen. Die Laender sind so verschieden, die Geschichte, Kultur, Entwicklung, alles. Vergleichen waere nicht gut. Allerdings stell ich mir trotzdem Fragen wie: Wie wuerden Dorfbewohner in Oesterreich reagiern, wenn auf einmal eine schwarze Person durch die Strasse geht?

Nach 2 Tagen auf den 4000Inseln sind Laura und ich nach Tat Lo gefahren, ein Dorf umgeben von wunderschoener Landschaft und einigen Wasserfaellen. Dort haben wir Unterkunft in einem sehr netten Gaestehaus gefunden. Abends haben wir uns alle im Haupthaus versammelt und gemeinsam gekocht. Das war so nett, gemeinsam kochen, ein paar Reisende und die Familie und 2 Freude der Familie. Der Besitzer konnte ziemlich gut English also haben wir uns auch sehr gut verstaendigen und miteinander plaudern koennen.
Am naechsten Morgen haben wir dann eine 4stuendige Trekking-Tour mit Fuehrung unternommen (Laura, ich und ein franz. Paar) Das war voll schoen, durchs Gebuesch, ueber kleine und groessere Baeche, durch Reisfelder und zwischen Gemuesegaerten (anders als in Oesterreich) zu wandern und alle moeglich Planzen und Tiere zu sehen. Chili, Erdnuesse, Reis, Melanzani, Tabak, Kaffee, Baumwolle.... (- die Baumwollplanze hat mir am meisten getaugt, hab ich bisher nur im Fernsehn gesehn. Hab mir ein Stueck Baumwolle als Souvenier eingesteckt.)
Ausserdem sind wir auch durch drei Doerfer, sehr kleine Doerfer, gewandert. Die Bungalows (steghaeuser) sind dort im Kreis angereiht und in der Mitte befindet sich ein groesserer Gemeinschaftsbungalow, wo sich die BewohnerInnen zu Besprechungen oder so versammeln. Wir haben Frauen gesehen, die Korn muehsam zerstampfen, Koerbe flechten, Reis sortieren,... war sehr interessant, durch zu gehen und hundertmal "Saba - dee" (=Hallo) zu gruessen.
Hier ein paar Bilder:


Von Tat Lo gings dann weiter mit dem Bus nach ThaKeak (oder so). Erlebnisreiche Busfahrt: immer wieder haben wir angehalten, weil jemand in den Bus dazu kam oder ausstieg oder aufs Klo musste, dann zum Mittag und Fruehstueck. In einigen Haltestellen kamen 13/14 jaehrige Maedls in den Bus 'gestuermt' mit Kakerlacken, Hendel oder Heuschrecken - Grillspiesen, koestlich koestlich! ;-)
Sind den ganzen Tag im Bus gesessen, dann haben wir gleich in einem Gaestehaus am Busbahnhof uebernachtet, gemeinsam mit 2 Oesterreichern, die wir in Tat Lo kennen gelernt haben, und am naechsten Morgen wieder in einen Bus eingestiegen, danach in ein Tuk Tuk fuer ein paar Stunden, bis wir schliesslich zu der Kong Lo Cave kamen. Das ist eine 7km lange Hoehle durch die ein fluss fliesst. Wir haben uns ein Boot gemietet und sind von einem zum anderen Ende durchgefuehrt worden, mit ein paar Stops dazwischen, weil das Wasser nicht tief genug war, das wir dazwischen aussteigen mussten und das Boot ueber die Steine gezogen werden musste. Das Ende der Hoehle, das Licht, das Gruene => Paradiesisch!!! woW
Fotos koennen leider nie ganz die Wirklichkeit wiedergeben.. ;-)

Jetzt grad bin ich mittlerwiele in der Hauptstadt Laos, genannt Vietianne, gefaellt mir sehr gut, nette Stadt, nicht ueberfuellt (Laos hat ja gensamt nur 7 Millionen Einwohner), endlich guter Kaffee ;-) + lecker Schoko Croissant!
Gestern habe ich hier auf dem riesigen Markt einen Mann aus Urugway (Suedamerika) kennengelernt. Dieser hat seit 9 Jahren eine Beziehung zu einer Familie in einem kleinen Dorf... er hat mich eingeladen ihn dort zu besuchen und auch mit der Familie fuer ein paar Tage oder eine Woche (So lang ich moecht bzw. Zeit hab) zu leben und mitzuarbeiten am Aufbau einer Schule oder in der Kueche, wo auch immer.. schlafen und essen ist dafuer um sonst.. und ich freu mich schon drauf welche Erfahrungen und Erlebnisse mich erwarten.. Fern von jeglichen Tourismus, rein ins Leben der Laoten.

Okay..das bedeutet also auch mind. 1 Woche kein Zugang zu Internet...
bis bald.. (nur noch 17 Tage, dann bin ich ja scho wieder zurueck,hm)

bussi, liebe Gruesse von mir und der lieben Sonne!

Montag, 1. November 2010

traurig und reich war der Abschied

Ich wurde geliebt. Ich habe geliebt.
Das Gefuehl, so viele Menschen, Gesichter, Freunde 'vielleicht' nie wieder zu sehen zerreisst mich grad. Ich bin so dankbar fuer die grossartige Zeit, die ich mit den Menschen hier in Sihanouk ville verbringen durfte.
Das letzte Monat haben sie mit mir gelacht und geweint. Wir haben von einander und ueber einander gelernt und nun bin ich als reicherer Mensch gegangen als gekommen.
Viele Erinnerungen bleiben mir und verbinde ich mit Sihanoukville... Tanzen und Springen tags und nachts im Meer mit Lisa und Chloe; auf den Arm genommen zu werden von Jered (Bar keeper nebenan); der Markt mit all seinen Fraben und Geruechen, vno dem ich soviel leckers Gemuese und Obst gekauft hab; die Begeisterung der Kinder beim gemeinsamen Spielen, Laufen, Singen; der Falaffel-Mann, ders nicht mag, wenn man Falaffel zum Mitnehmen bestellt, weil Falaffel sofort gegessen gehoern; Regen, der total ueberraschend runterschuettet wie wild; ein Royal-D zu Mittag zu trinken, das Laecheln und die Freundlichkeit unseres Tuk-Tuk Fahrers; das Reden meiner lieben Zimmerkollegin Jen im Schlaf; John Brown (Cambodian project director), der nach einer Freundin sucht und immer zum Scherzen darf ist; Volleyball-Spiel mit den aelteren CCPP Burschen; Warren (von Australia, hat auch mal bei CCPP gearbeitet) , der mich jeden Tag gefragt hat, wies mir geht; Mitternachtseis mit Kathy, Jen und den anderen; die Happy-Pizza Nacht; die JJ-Boys die CCPP singen wenn wir auf der Strasse nach der Arbeit an ihnen vorueber gingen; das naechtliche Kartenspiel mit einer Cambodian Frau (die kein English verstand); die immer gut gelaunten Monkey-Boys; moeglichst gerechte Essensausgabe bei CCPP; Fussbaeder fuer die wunden Fusse der CCPP Kids zu machen und die Wunden versorgen, wobei der eigentliche Grund, warum die Kinder mir ihre weh-wehs zeigen, die ungeteilte Aufmerksamkeit, die sie waehrend ich sie versorge, bekommen (hab ich so das gefuehl); Vutha, Ritty und die anderen aeltern Jungs im Projekt, die mich immer ein bisschen auf der Schaufel hatten; die Zeit auf Bamboo-Island, gemeinsam am Strand den Sonnenuntergang zu beobachten waehrend Tim fasziniernd gute Musik macht - Gitarrenspiel............
...so viele Menschen die mein Leben bereichert haben..
vor allem die Gemeinschaft im Projekt, die sich in den letzten 2 Wochen so atrak gefestigt hat, das Vertrauen zu einander, die Art der Kommunikation miteinander... vermisse sie.

Bin seit heut Nachmittag in Phnom Penh (Hauptsatdt Cambodias). Werd dann jetzt schalfen gehen und morgen frueh um 6.45 gehts rauf nach Laos zu den 4tausend Inseln auf dem Mekong Fluss. Bin schon gespannt was mich erwartet.. und hoff die Busfahrt wird ertraeglich...

Tut mir leid.. das ich jetzt nicht zu jeder meiner Erinnerung die Geschichte geschrieben hab.. ich hab grad einfach meine Gedanken laufen lassen..

Dankbarkeitsgefuehl..
umarme euch..
steph

letzter Tag im Projekt +Trip nach Kampot und Kep

Am Donnerstag war mein letzter Tag im Projekt. Bevor wir den Kindern das Essen austeilten, hatten sich alle versammelt und mich geschlossen voll lieb verabschiedet. Sie haben Danke gesagt und ich auch. Viele Kinder kamen spaeter noch aufmich zu und umarmten mich oder gaben mir ein Bussi auf die Wange... Abschied - Tschuess und Danke zu sagen fuer die Begegnungen, das gemeinsame Lachen... - ist immer traurig, aber zugleich auch richtig schoen. Ehrliche Blicke, Umarmungen, Hoffnung einander wieder zu sehen, ...
dann haben wir noch einen schoenen, froehlichen Nachmittag zusammen verbracht. Wir sind zu dem Independence (=Unabhaengigkeit) - Strand mit dem Truk (gefuellt mit 35 Kindern, 2 Fuhren ;-)) gefahren um den Muell dort einzusammeln. Nach dem wir 10 schwarze Muellsaecke gefuellt haben sind wir alle zusammen ins Wasser gesprungen.. das hat Spass gemacht, austoben im Wasser.

Am naechsten Tag, Freitag, bin ich gemeinsm mit Jen (usa) nach Kampot gefahren.. dort haben wir gemeinsam mit zwei Maedls aus Holland Salz und PfefferFelder besichtigt, was sehr interessant war.
Am naechsten Tag sind wir nach Kep gefahren. Leider hats den ganzen Tag geregnet und so konnten wir nicht gemuetlich am Strand liegen. Dafuer haben wir unser Essen (Krabbe) um so mehr genossen.. ganz schoen harte Arbeit, das Fleisch dieses Meerestiers zu ergattern.. aber sehr empfehlenswert! ;-)

Abends sind wir dann wieder zurueck nach Kampot. Von der Busstation mit einem Moped (3 Personen auf einem Moped) zu einem Hotel. Dieses Hotel hatte leider keine Zimmer mehr frei..da es aber schon dunkel war und wir am naechsten Morgen sowieso zurueck nach Sihanouk ville mussten, wollten wir nicht wo anders nach einem netten Zimmer suchen..also haben wir gesagt, "Wir nehmen auch ein Bett, in dem wir zu 2t schalfen" Schliesslich haben sie noch ein freies Bett in einem Schlafsaal gefunden, welches wir uns dann geteilt haben.. ;-)
und am naechsten Morgen waren wir schon wieder weg..

(hab jetzt keine zeit mehr..weider zu schreiben, bin muede..und muss morgen frueh auf, SORRY)

Mittwoch, 27. Oktober 2010

auf der anderen Seite..

Es hat echt Spass gemacht, die letzte ganze woche hab ich immer nachmittags in einer Schule English unterrichtet. 2 Stunden, 2 verschiedene Klassen. Mit manchen Klassen habe ich das Thema Gefuehle gemacht, 7 verschiedene Gefuehle sind genug neue Woerter fuer einen Tag: muede, verliebt, traurig, hungrig, wuetend, froehlich, krank. Ich hab die Gefuhele dargestellt, die Kinder haben lustig gefunden und schnell aufgefasst, welches Wort welches Gefuehl ausdrueckt. In einer anderen Stunde habe ich die Themen: Richtungen/Orientierungen, Familie gemacht..
Doch bevor der wirkliche Unterricht gestartet hat, wurde ich imer mit Fragen von den Kindern bombatiert: Wie gehts dir? Wieviele Menschen sind in deiner Familie? Wieviele Schwestern und Brueder hast du? Warum bist du nach Cambodia gekommen? Bist du verheiratet? Hast du einen Freund? Wie viele Jahreszeiten gibt es in deinem Land? und und und...
Es war lustig mal auf der anderen Seite zu stehen, Lehrerin zu sein, und den Kindern etwas bei zu bringen. und natuerlich gabs da die schuechternen, die besonders cleveren Kinder, die Lausbuben,... und ich fands interessant darauf zu reagiern und es zu schaffen die Aufmerksamkeit aller Kinder zu erlangen... ausserdem konnte ich mich selbst in dem einem oder anden Kind (Lausbuben) wiederfinden.
Die Kinder werden hier nach ihrem Koennen eingestuft. Zu Beginn des Jahres muessen sie einen Test machen, und danach werden sie eingestuft. So sind in den Klassen Kinder im Alter von 12 Jahren zusammen mit 19jaehrigen Maennern. Es war deutlich zu erkennen, dass es den Aelteren etwas unangenehm war in der selben Klasse zu siitzen mit den Kindern. Sie haben sich kein einziges Mal zu Wort gemeldet und haben in der letzten Reihe gesessen.

Gestern bin ich spontan aufd Nacht (17 - 19.30) mit JohnBrowan (Khmer Director des Projekts) zu 2 anderen Schulen gefahren, wo dieser English unterrichtet. Wahrscheinlich war ich und Katie (andere Volunteerin) die ersten Auslaender in die Schule/die Klassen besucht haben. Die SchuelerInnen waren sehr schuechtern, aber nach und nach wurde es richtig interessant, sich mit ihnen zu unterhalten. Die SchuelerInnen sind etwas aelter hier, so ergaben sich interessante Gespraechsthemen und deren English war auch ein bisschen besser.
Sehr interessant hinein zu gehen, die Schule, das System ein bisschen zu sehen, und mit zu bekommen wie Dinge hier laufen. English Buecher anzuschauen, SchuelerInnen, LehrerInnen beobachten, Klassenraueme anschaun...

So.. werd mir jetzt einen leckeren Salat machen.. (geniess es, dass wir hier einen Kuehlschrank haben und ich meine eigenen Sachen vom Markt kaufen kann)

LiebGruess, bis bald..
stephanie

Montag, 18. Oktober 2010

positive Veraenderung!

An meinen ersten Tage in Projekt is mir schnell aufgefallen, dass es da einige Probleme gibt: Das Team hat nicht wirklich, wie ein Team gewirkt. Wie zwie Partein, die teilweise hinterrucks ein bissl uebereinander laestern. ES war nicht klar wer der Chef ist, wer die Entscheidungen trifft, an wen ich mich wenden soll, oder was richtig und was falsch ist. Also habe ich mich recht unwohl gefuehlt in den ersten Tagen, alles hat einfach so unorganisiert, unkoordiniert gewirkt - Chaos ueberall. Ich hatte Schwierigkeiten damit klar zu kommen. Und es hat mich etwas traurig gemacht: Das Projekt selbst ist so eine gute Sache, aber die Art und Weise wie die Tage vor sich gingen, war mir einfach zu viel Chaos, ich wusste nicht woran ich mich orientieren sollten.
Ich habe stark ueberlegt das Projekt zu verlassen, weil ich einfach das Gefuehl hatte, ich moecht in denen ihre Probleme nicht mitreingezogen werden und vielleicht kann ich woanders mehr nuetzlich sein. Schliesslich habe ich all die Sachen, die in meinen Augen falsch liefen, bei der Managerin mit der Volunteer Coordinaterin angesprochen. Daraufhin gabs ein Meeting mit den Hauptamtlich-Arbeitenden wo einige Dinge besprochen wurden, die sich aendern sollten.. (Ich war nicht die einzige Volunteering, die darueber nachdachte, das Projekt zu verlassen, es herrschte eine etwas unmotivierte, frustierte Atmosphaere. Das ist nicht richtig, wir sollten doch alle super-begeistert sein und froehlich bei der Arbeit... aber naja, jeder konnte einfach die Troubles spueren, und war beeinflusst davon)

Ich habe meine Entscheidung das Projekt zu verlassen und ein anderes zu suchen geaendert.
Weil ich (in einem guten Gespraech mit einem Kollegen) wieder daran erinnert wurde, das ich nuetzlich bin, wenn ich Kinder zum Lachen bring, wenn ich ihnen ein neues Spiel beibring, woran sie Spass haben! Happiness is the most important thing about life! (=Froehlichkeit ist doch das Wichtigste im Leben)
Wir unterstuetzen die Kinder auch im English lernen und was auch immer sie brauchen..

-Ein Tag ohne ein Laecheln, ist ein verlorener Tag-

Ausserdem habe ich mir gedacht, wenn ich das Projekt, die Kids, meine Kollegen (die ich mag) jetzt verlasse und wo anders neuanfang, dann dauert es dort wieder eine Zeit, bis sich Gemeinschaften, Beziehungen und so bilden, und dann nach 2 Wochen ist meine Zeit in Cambodia um (Visa - nur 1 Monat).
Ich bleibe..und freu mich darueber diese Entscheidung getroffen zu haben.

Naechste Woche bin ich eingeteilt jeden Nachmittag in einer Schule English zu unterrichten. Die Schule hat zwar English Lehrer, die Qualitaet und die Aussprache deren English is jedoch nicht vergleichbar mit den in Oesterreich.
Bin schon gespannt, wie das wird... wie es sich anfuehlt in einer Klasse zu stehen und zu unterrichten. Bin ein bissl nervoes, aber freu mich auch drauf!

Mir gehts so richtig gut im Moment, nette Leute um mich. Kinder, mit denen ich lache! und wenn ich ausgehe aufd Nacht ist es interessant neue, interessante Menschen / Reisende zu treffen!

Gestern habe ich mit einer Khmer Frau (Cambodian, die kein English versteht und ich kein Cambodian) Karten gespielt und wir haben uns amuesiert und zusammen gelacht. -Guter, schoener Moment!-

Am Samstag war ich ziemlich stark krank. Musste mich einige Male uebergeben und habe mich einfach sehr elend gefuehlt. Hab schliesslich beschlossen einen Arzt aufzusuchen. ARzt = Medizin kostete mich 15 Dollar. Welcher Mann/Frau in Cambodia koennte 15 Dollar aufbringen. Fuer mich is das nicht viel Geld, aber fuer manche Cambodian Menschen is das ein halber Monatsverdienst!
....kein wunder das viele Leute noch nie in ihrem Leben beim Arzt waren..

Okay.. muss jetzt Schluss machen..
Die andern warten.. abgehts zum Markt, Fruechte und Gemuese fuer die kommende Woche kaufen!

Alles Liebe.. hoff euch gehts gut!
Stephanie
 

Tempelstaat, Betroffenheit, schlafende stressig Stadt

News von mir.. inzwischen hat sich so eingies getan!

Also die TEMPELSTAAT! Wir haben uns ja Fahrraeder ausgeborgt mit denen wir in der Frueh um 4.30 losradelten, ca. 30 min in der Dunkelheit (manche Strassen haben keine Beleuchtung und unsere Fahrraeder hatten auch kein Licht. Wir waren also zu Sonnenaufgang dort, war wirklich wunderscheon, ich glaub ich hab so cirka 30 Fotos vom selben Bild geschossen..wobei sich der Hintergrund immer ein bisschen veraenderte, heller wurde, wirklich traumhaft diese Riesentempeln in dem besonderem Licht.
Nach 5-6 Stunden hatten wir dann aber genug von den vielen Tempeln. Am besten gefiel mir der Tempeln mit der mit Bauemen verwachsen war.. muss unbedingt ein Foto davon hochladen, wenn ich nen PC find, wo ich meine SD-Card reinstecken kann.
Ich finds immer fasziminerend wie Menschen diese Tempel oder andere Gebaeude vor so vielen Jahren ohne Maschinen errichten konnten... beeindruckend!

Nach den 2 Tagen in Siem Reap gings nach Phnom Penh... dort haben wir uns viel mit der Geschichte Cambodias beschaeftigt. Sehr spannend, sehr -unbeschreiblich- wies soweit kam.Wir waren im S21, was glaub ich mit einem Konzentrationslager vergleichbar ist...schiach das alles zu sehn und zu wissen, "Ich war schon am Leben als das noch immer vor sich ging" und ich denk, das wir in Oesterreich, oder zumindest ich nichts von dem mitbekommen habe, was in Cambodia passiert, aber andererseits ueber den Vietnam Krieg wissen die meisten Menschen bescheid.
Die Menschen die das S21 ueberlebten kamen an einen anderen Ort genannt, "Killing Fields", wo sie, wie der Name schon sagt, nur noch Tage zu leben hatten, bevor sie ihr Ende in Massengraebern fanden.. Ich finde keine Worte fuer diese beiden Orte und die Brutalitaet und fuer die "Unmenschlichkeit der Menschen" Das soll jetzt nicht falsch rueber kommen, ich denke mir ich habe nicht das Recht jemanden zu verurteilen, ich habe nicht erlebt, was die Menschen erlebt haben, aber es is einfach so -ohne Worte- Wieso? Warum? Wie kann es soweit kommen? Zu viele Menschen die mit der Masse gehen und nicht aufschreien...wahrscheinlich viele die aus Furcht um ihr Leben so handelten. Sich vorzustellen im "eigenen Land" auf der Flucht zu sein..
Ich schreib einach gerade was in meinem Kopf so herumgeht, bin einfach ziemlich betroffen gewesen.
Ich hab dort auch einen Mann getroffen, der ca. 5 Jahre alt war, wenn die "Khmer Rouge" mit ihren Aktionen startetet. Das Ziel der Khmer Rouge war Gleichheit im Land zu schaffen, sie wollten alle Doktoren, Priester, oder Zu-Intelligenten Menschen vernichten. Menschen, die in ihren Augen zu viel hinterfragten; alle Menschen sollten auf einer Ebene sein.
Vielleicht war die Situation der Menschen vergleichbar mit dem Leben waehrend/zu Beginn des 2.
Weltkriegs....nur das es erste ein paar Jahre her ist. Hm..

Schlafende Staat...in der Ueberschrift, weil ja grad Hollidays/Feiertage waren, waehrend wir in Phnom Penh waren, und die meisten Menschen haben ihre Shops geschlossen, ihre Tuk Tuks am Strassenrand abgestellt und sind zu einem Tempel zu gefahren um Spenden zu den Moechen zu bringen.
Naja.. war etwas seltsam die Hauptsatdt so ruhig so zu erleben..

Mehr su lesen..gibts in ner Stunde!
Bussi