Ich habe die letzter wohe in einem Dorf verbracht, ganz fern von jeglichem tourismus. So wie die Menschen hier habe auch ich in einer Bamboo Huette bei einer Familie uebernachtet. Ich habe mit ihnen gegessen, gearbeitet, gelacht, gekocht,……..
Nein. Die Menschen HABEN nicht viel (Elektro Geraete in der Kueche: 1 Wasserkocher, 1 Kuehlschrank). Die Bamboo- Huette in der hier alles stattfindet, -schlafen, essen , kochen, spielen, tanzen, fernsehn, diskutieren,…..
Aber die Menschen SIND reich. Das Leben, das Land , alles wirkt so friedlich und einfach. Jeder ist freundlich zueinander. Und gibts mal kleine Probleme so werden die untereinander ausgemacht und damit passta, weiter gehts ohen nachtragend zu sein.
Geholfen wird einander ohne Gegenleistung zu erwarten. Die Haeuser sind offen, Leute kommen und gehen. Vertrauen herrscht ineinander.
Waehrend dieser Woche habe ich mich so owhl gefuehlt. Ich habe ganz viele Leute kennengelernt und Freunde gewonnen und vor allem eine Familie…..ein weiteres Zuhause, wo ich weiss ich werde immer willkommen sein. Das tut gut.
Vom ersten Tag an haben sie mich Teil ihrer Gemeinschaft sein lassen und ich war gern dabei. Ich habe mitgeholfen beim Kochen und auch beim Reis ernten mit der Sichel...
Ich war einen Nachmittag in der Schule und habe den Lehrer beim English---Unterricht unterstuetzt. Der Lehrer ist einer der vielleicht 5 Personen in dem Dorf, die ein bisschen English sprechen.
Wenn wir/ich auf neue Leute gestossen bin, hat meistens Alec (der Mann aus Urugway) so gut er konnte uebersetzt. Meistens haben die Leute des Dorfs gefragt, wer ich bin, ob ich Alecs Frau bin, wie alt ich bin. Und dann gings einige Male weiter mit, wieviele Buffalos sie meinen Eltern fuer mich geben wuerden (sie haetten mich gern an einen Laoten verheiratet, schmunzel). Hoechstangebot lag bie 5 Buffalos, ein paar Schweine und Huehner, wer kann da mithalten? schmunzl ; )
Dann waren wir einmal bei einer buddhistischen Zeremonie fuer eine Frau, die heil und gesund wieder aus dem Krankenhaus zurueck gekommen ist.. war sehr interessant zu beobachten. Viele Menschen waren da, nach der Zeremonie hat jeder mehrer weisse Baender bekommen und eines davon der Frau umgebunden und die weiteren jemand anderem, als Zeichen fuer “Alles gute Wuenschen”. Voll nette Tradition. Danach gabs fuer alle etwas zu essen . Zuerst bekam jeder ein Stueck Schweinehaut mit minimal Fleisch dran. Mir hat ehrlich gesagt ein bisschen gegraust, und ich hab nicht so recht gewusst, wie ich das anbeissen soll….. oder wohin damit. Wollt aber nicht unfreundlich sein..also hab ichs versucht..und dann bei seite gelegt. Naja.. Ansonsten gabs dann leckere Kraeuter –Gemuese Suppe und gehackeltes Schweinefleisch + natuerlich leckere hausgemachte ChiliSauce. Die Laoten haben mal wieder gestaut, wie ich, das fremde Maedchen Chili Essen kann. Das hat ihnen gefallen.. Laoten: “Same Lao People” (= genauso wie Menschen von Laos)
Genauso war es auch beim Arbeiten am Reisfeld, Bueschel fuer Bueschl abschneiden..sie haben sich gefreut, das ich mit ihnen bin.. und ich hab mich ebenfalls sehr wohl gefuehlt.. zu Mittag wurden gemeinsam interessante Sachen gegessen und dann gings wieder weiter.
Nach der Arbeit einen Sprung in den Fluss, gleich hinterm Haus, herrlich.
An meinem letzten Vormittag haben wir dann noch kurz bei einem Begraebnis vorbeigeschaut. Die naeheren maennlichen Verwandten bekommen zu diesem Anlass eine Glatze rassiert und einige Maenner versammeln sich, wie auch bei der Geburt eines Babies, 10 Tage zum Kartenspielen. Auch die Frauen sitzen zusammen. Nette Atmosphaere und ein besseres Gefuhl nicht allein zu sein. Ich habe ihnen auch noch ein Spiel beigebracht : Kartenblasen, und alle hatten super viel Spass daran..das hat mich gefreut!
Der Abschied fiel mir dann gar nicht leicht.. abends wurde fuer mich auch eine kleine AllesGute Zeremonie gemacht, voll schoen. “Don’t forget us” und “Come again” (=Vergiss uns nicht und komm bald wieder) hiess es dann.. und das koennen sie sich sicher sein, vergessen werd ich sie nicht..und wieder kommen wuensch ich mir stark.
Warum ich mich so reich fuehl.. weil es mir einfach so gut geht. Ich habe so viele liebe Menschen getroffen. Ich fuehl mich stark und gut in mir selbst. Ich wurde so viel wertgeschaetzt in dem was ich bin..und ich durfte so viele neue Dinge sehn, erfahren, probiern.. und und und.
Manchmal hab ich mich in dem Dorf wie ein kleines Kind gefuehlt, das die ersten schritte tut in einer neuen Welt..und mit dem sich so viele Menschen freuen. DANKE
So gehe ich nun weiter auf Reisen .. Richtung Luang Prabang, wo ich wenn alles hinhaut auf Chloe treffen werde, mit der ich gemeinsam im Projekt gearbeitet habe. Freu.
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